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DNS-Leak Test & Erklärung

Ein DNS-Leak ist eines der häufigsten VPN-Lecks — und gleichzeitig eines der unsichtbarsten. Dein VPN verbirgt deine IP, aber die DNS-Anfragen, mit denen dein Gerät jede Domain in eine IP übersetzt, laufen am Tunnel vorbei direkt zum Provider.

Das Ergebnis: Dein Internet-Anbieter sieht weiterhin die komplette Liste der Websites, die du besuchst. Die Anonymität, für die du das VPN bezahlst, ist damit teilweise ausgehebelt.

Ehrlich gesagt: Ein wasserdichter DNS-Leak-Test ist im reinen Browser nicht möglich, weil DNS auf System-Ebene läuft. Dieser Ratgeber erklärt dir den Mechanismus und zeigt, wie du es richtig prüfst und abstellst.

So entsteht ein DNS-Leak

  1. Du tippst eine Adresse ein, z.B. deine-bank.de.
  2. Dein Gerät fragt einen DNS-Server: "Welche IP hat diese Domain?"
  3. Leakst du, geht diese Frage an den DNS deines Providers — nicht durch den VPN-Tunnel.
  4. Dein Provider protokolliert: Dieser Anschluss wollte zu deine-bank.de.
  5. Deine IP ist zwar versteckt, dein Surfverhalten aber nicht.

Browser-Kontext prüfen

⚠️ Achtung: Auch mit aktivem VPN kannst du DNS-leaken, wenn dein VPN-Client kein eigenes DNS erzwingt. Teste nach jedem VPN-Update erneut.
🔒 VPN-Empfehlung: VPN-Anbieter mit eigenem DNS-Netzwerk und Kill-Switch (Mullvad, Proton VPN, NordVPN, Surfshark) leiten DNS zwingend durch den Tunnel. Zum VPN-Vergleich →

Häufige Fragen

Was ist ein DNS-Leak?
Jedes Mal wenn du eine Adresse wie example.de aufrufst, fragt dein Gerät einen DNS-Server nach der zugehörigen IP. Bei einem DNS-Leak gehen diese Anfragen an den DNS-Server deines Providers statt durch den VPN-Tunnel. Dein VPN verbirgt dann zwar deine IP, aber dein Provider sieht trotzdem jede Website, die du besuchst.
Warum kann der Browser einen DNS-Leak nicht direkt messen?
DNS-Auflösung passiert auf Betriebssystem-Ebene, nicht im JavaScript-Sandkasten des Browsers. Eine Website kann nicht zuverlässig auslesen, welcher DNS-Server real benutzt wurde. Echte DNS-Leak-Tests brauchen daher ein Netzwerk-Setup mit eigenen Mess-Subdomains — kein reiner Client-Test.
Wie teste ich einen DNS-Leak richtig?
Verbinde dein VPN und besuche einen spezialisierten DNS-Leak-Test. Erscheinen dort DNS-Server deines Internet-Providers oder deines Heimatlandes statt der des VPN, leakst du. Sichtbar sein sollten nur die DNS-Server des VPN-Anbieters.
Wie verhindere ich DNS-Leaks?
Nutze ein VPN mit eigenem DNS und aktiviertem DNS-Leak-Schutz. Zusätzlich hilft verschlüsseltes DNS (DNS-over-HTTPS / DoT) im Browser oder System. Ein Kill-Switch verhindert, dass bei Verbindungsabbrüchen Anfragen am Tunnel vorbei laufen.